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Gespenster und Kürbisse - Halloween



Halloween Kürbis
Halloween Kürbis

Wissenswertes zum Gruselfest! Wenn am 31. Oktober vor den Türen die Kürbis-Fratzen schön schaurig die Nacht erhellen und kleine Monster mit Gespenstern von Tür zu Tür ziehen, ist es wieder so weit: It's Halloween! In den USA neben Weihnachten und Thanksgiving längst einer der wichtigsten Feiertage im Jahr, entwickelt sich das Fest auch bei uns immer mehr zu einer - durchaus kritisch beäugten - Tradition.

Der Name „Halloween“ ist eine Zusammenziehung von „All Hallows Evening“: der Vorabend von Allerheiligen. Und damit ist man schon bei den Wurzeln dieses Tages angelangt. Diese liegen in Irland, wo das keltische Fest Samhain, welches zeitlich mit dem katholischen Totengedenktag Allerheiligen gleichzusetzen ist. Samhain markierte den Anfang der dunklen Jahreszeit.  Die Menschen glaubten, dass  in jener Nacht die Grenzen zwischen dieser Welt und dem Totenreich verwischten.  Damals wurde, ähnlich wie beim mexikanischen „Tag der Toten“, den Verstorbenen auf eine viel fröhlichere Art und Weise gedacht als heute.

Seit die Bräuche und Legenden von den irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert in die USA mitgebracht wurden, entwickelten sie sich stetig weiter. Dazu gehören neben dem ausgehöhlten Kürbis das gruselige Verkleiden, „Süßes oder Saures“ und – in der jüngeren Vergangenheit – Halloween-Parties. Seit Anfang der 90er-Jahre ist das Fest auch in Deutschland stetig auf dem Vormarsch.

Wie kaum ein anderer „Feiertag“ ist Halloween dabei Kritik von allen Seiten ausgesetzt. Dem gruseligen Winterkarneval  wird vor allem eine  gewissen Kommerzialisierung vorgeworfen.                                                                                  >> ber

Für die Verstorbenen - Allerheiligen



Ewiges Licht - Eine Kerze
Ewiges Licht - Eine Kerze

Zu wenige Tage für zu viele Heilige – so könnte man ohne große Übertreibung den Entstehungsgrund von Allerheiligen zusammenfassen: Bekannt schon teilweise seit dem 4. Jahrhundert, wurde der Termin für den Gedenktag 835 von Papst Gregor IV. auf den 1. November festgelegt. Dabei ist Allerheiligen nicht nur ein Hochfest der katholischen Kirche, sondern wird auch von den Anglikanern sowie den lutherischen und einigen protestantischen Kirchen gefeiert. In Nordrhein-Westfalen und einigen weiteren Bundesländern ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag.

Doch nicht nur deswegen ist er so tief im Bewusstsein verankert. „Sippenfrömmigkeit“ spielt hierbei eine große Rolle. Denn für die Katholiken ist der Tag untrennbar mit Allerseelen am 2. November verbunden. Seit dem 9. Jahrhundert wird an diesem Fest den „Armen Seelen im Fegefeuer“ gedacht. Gebet, Almosen und Fürbitten sollen ihre Leiden erleichtern. 

Dazu gehört auch der Brauch der Gräbersegnung: Angehörige schmücken Gräber der Familie mit Blumen und Kränzen. Traditionell brennen Kerzen als „ewiges Licht“ auf den Friedhöfen.

Die Verwandschaft versammelt sich am Grab ihrer Verstorbenen und betet gemeinsam. Ein Priester segnet anschließend die Gräber mit Weihwasser. Dies geschieht in den meisten Orten und Gemeinden allerdings bereits am Nachmittag von Allerheiligen.  

Die evangelische Kirche gedenkt den Toten am Ewigkeitssonntag (auch Totensonntag genannt), eine Woche vor Beginn der Adventszeit.                                                             >> ber