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making of: HochGLANZ



Teil 1: Von der Idee bis zum Redaktionsschluss

making of: 

HochGLANZ 

 

Die Juli Ausgabe haben Sie pünktlich eine Woche vor Libori in der Hand gehalten. Vielleicht wollten Sie schon immer wissen, wie unser Magazin entsteht? 

Schauen Sie uns einen Monat lang über die Schulter, von den ersten Planungen bis hin zum gedruckten Exemplar...

 

 

15. Juni 2010:  Während die Juni Ausgabe gerade gedruckt wird, beginnt die Planung für den Juli. Am Anfang steht immer die Redaktionskonferenz. Hier werden die Themen für die kommende Ausgabe vorgeschlagen und festgegelegt. Schwerpunkt ist natürlich Libori! Neben den inhaltlichen Themen gilt es Autoren für Vorwort und Editorial zu finden. Da Libori sowohl ein kirchliches als auch ein weltliches Fest für Paderborn ist, sollte sich dieses auch hier wiederspiegeln. Als Wendetitel wird das offizielle Libori Programm bestimmt, hier bitten wir den Erzbischhof Hans-Josef Becker um ein Vorwort, für den vorderen Teil des Magazins Bürgermeister Heinz Paus.

Ergebnis der Redaktionskonferenz ist dann ein Seitenplan, der mit den geplanten Inhalten gefüllt wird.

In der Regel hat dieser Plan 68 Seiten, diese Zahl hat technische Gründe, denn die Seiten werden später in der Druckerei zu Druckbögen zusammengefasst, dabei hat ein normaler Druckbogen 16 Seiten (8 Seiten vorne, 8 auf der Rückseite), das ergibt also 4 Druckbögen mit insgesamt 64 Seiten, hinzu kommt der Umschlag mit 4 Seiten, dieser wird später in 4 sogenannten Nutzen (also 4 Umschläge auf einem Druckbogen). Da der Umschlag aus anderem Papier als die Inhaltsseiten besteht und auf der Außenseite lackiert werden muss, wird dieser separat gedruckt. Auch ist die Produktionszeit für den Umschlag eine Woche länger, daher muss die Planung für dem Titel deutlich früher feststehen.

Der Seitenplan wird sich aber bis zum Drucktermin noch ändern, da im Laufe des Monats weitere aktuelle Themen dazukommen...

In den nächsten Wochen werden dann nach und nach die geplanten Berichte produziert, dazu gibt es meinstens einen Vor-Ort Termin, auf dem der Inhalt mit dem Redakteur besprochen wird sowie auch die Fotos erstellt werden.

Priorität liegt natürlich auf den Titelbildern, da diese ja eine Woche früher fertig sein müssen. Die meisten Fotos werden von den Mitarbeitern selbst produziert, sei es vor Ort oder im Studio der hauseigenen Werbeagentur „Himmel-S-Reich“.  Selten werden aber auch Bilder zugekauft. So sind die bisherigen Titelbilder bis auf die März Ausgabe (wir konnten kurzfristig keinen dressierten Hasen auftreiben) Eigenproduktionen. Da wir auch keinen Pfau zur Hand hatten, haben wir uns für Libori wieder für ein gekauftes Agenturbild entschieden.

Pro Ausgabe werden durchschnittlich 800 Aufnahmen geschossen, von denen sich nur wenige im fertigen Magazin wiederfinden. Alle Fotos werden im Rohdatenformat (RAW) aufgenommen und archiviert. Um bei dieser Menge an Fotos den Überblick zu behalten, werden die Bilder in Adobe Lightroom verwaltet, dabei erhalten die Bilder Schlagworte, die ein späteres Wiederfinden erleichtern.

Es folgt dann eine Bewertung der Bilder (1 bis 5 Sternchen), auf dessen Basis der Fotograf zusammen mit dem Redakteur  die Bilder für den jeweiligen Bericht auswählt.

Diese Selektion wird dann in Lightroom bearbeitet, es wird ein passender Bildausschnitt festgelegt, Farben und Belichtung korrigiert. Danach werden die Fotos im JPEG Format für das Layout exportiert.

Vorteil des RAW Formates sind die umfangreichen Möglichkeiten zur Nachbearbeitung, die sich jederzeit rückgängig machen lassen. Dem gegenüber steht nachteilig die Dateigröße, die im Laufe der Zeit große Datenmengen entstehen lassen.

Um diese Daten sicher zu archivieren werden die Fotos täglich nachts zusätzlich auf Bänder gesichert.

 

Anschließend müssen Text und Bild im Layout zusammenfinden. Dies geschieht in Adobe InDesign. Hier werden nach und nach die einzelnen Seiten layoutet.

Die enge Zusammenarbeit von Redaktion und Grafik ermöglicht lebendige Artikel und schnelle Reaktion auf aktuelle Änderungen.   >> lesen Sie weiter auf S. 34

Parallel werden zum Inhalt müssen auch gebuchte Anzeigen im Seitenplan untergebracht werden. 

 

Für die Kunden, die auch die Anzeigengestaltung bei uns in Auftrag gegeben haben (z.B. Schuhhaus Schabsky oder BASIC), werden die Produktfotos von Himmel-S-Reich im eigenen Studio aufgenommen und die fertig gestaltete Anzeige nach Freigabe im Layout platziert.

6. Juli 2010: Die Daten für den Umschlag (also die Seiten 1,2,67 und 68) müssen an die Druckerei geliefert werden. 

Ab können Inhalte, auf die auf dem Titel hingewiesen wird nicht mehr geändert werden, insbesondere dann, wenn auf dem Titel eine Seitenzahl angegeben ist.

Auch ist jetzt der Umfang endgültig festgelegt, da die Breite des Rückens keine zusätzlichen Druckbögen zulassen würde.

Gedruckt wird das Magazin bei CW Niemeyer in Hameln. Da sich der lackierte Umschlag nur im Bogendruck, der Inhalt (bei kurzer Produktionsdauer) aber nur auf einer Rotationsdruckmaschine produzieren lässt, haben wir mit diesem seit über 200 Jahren bestehenden Traditions-Unternehmen den passenden Partner gefunden, mit dem wir unseren Anspruch auf ein aktuelles Magazin realisieren konnten (mehr dazu im 2. Teil in der nächsten Ausgabe).

Übertragen werden die Druckdaten per Internet nach Hameln und kurz darauf auch auf diesem Wege freigegeben.

Datenformat für den Druck ist PDF. 

Die Seiten müssen hierbei 3 mm größer als das spätere Endprodukt angelegt werden (die sogenannte Beschnittzugabe), dieser Rand wird im späteren Produktionsprozess wieder abgeschnitten und soll Toleranzen im Druckprozess ausgleichen.

13. Juli 2010: Jetzt sind auch die restlichen Seiten fertig layoutet und werden ebenfalls in Druck gegeben. Seit ein paar Tagen sind die Titelbilder schon auf der HochGLANZ Facebook Seite zu sehen. 

Bis zum Erscheinungstermin (der Verteilung im Stadtgebiet Paderborns) sind es jetzt noch 2 Tage, Zeit also um den Internet-Auftritt unter www.hochglanz-paderborn.de für die neue Ausgabe vorzubereiten. Auf dem Webserver werkelt im Hintergrund ein Typo3 Redaktions-System. Es werden einige Reportagen der neuen Ausgabe ausgewählt, die Bilder müssen in ein Internet-taugliches Format umgerechnet und auf dem Webserver abgelegt werden, dann folgen die Texte.

 

Wenn Sie, liebe Leser das Magazin dann in den Händen halten werden die Inhalte aktiv geschaltet... <<

 

Teil 2 im September!

making of: HochGLANZ

Teil 2: Druck und Verteilung:  Lesen Sie in der nächsten Ausgabe, wie HochGLANZ gedruckt wird, von Hameln nach Paderborn und schließlich zu Ihnen kommt...