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... und es ist Kunst!



11. Tattoo-Convention in Paderborn

... und es ist Kunst

 

Paderborn. Am Samstag und Sonntag, 4. und 5. September 2010, findet in Paderborn die 11. Tattoo Messe (Tattoo-Convention) in der Kulturwerkstatt, Bahnhofstraße, statt. Nach einer längeren Pause wird auch diesmal Ostwestfalens Traditionsmesse rund um die Körperkunst wieder vom Tattoo Studio am Westerntor, Inhaber Franco Messina (Messebau und Organisation) und Mammut Tattoo-Studio (Öffentlichkeitsarbeit und Programmablauf) veranstaltet. Neben nationalen und internationalen Künstlern runden Live-Bands und eine Aftershowparty das Programm ab. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. HochGLANZ traf Zoltan Tibor von Baronfeind – den Betreiber des Mammut Tattoo-Studios in der Giersstraße – und sprach mit ihm über die filigrane Kunst am Körper.

 

Mammut Tattoo-Studio – das sind im Grunde drei „Artists“, die ein gemeinsames Team bilden. Los geht es natürlich mit dem „Chef“ Zoltan. 1988 hat er mit dem Tätowieren in Budapest angefangen. Heute unglaublich: Damals in Ungarn war das Tätowieren noch wegen Körperverletzung verboten... (mehr in seiner Vita). Weiter geht es mit dem gebürtigen Sizilianer Al Potenzano, der mittlerweile seit fast vier Jahren in Deutschland lebt. Last but not least Janina (23), die über den kreativen und sozialen Bereich zur Tätowierkunst gekommen ist.

 

Wir treffen Zoltan in seinem Studio an der Giersstraße 27. Er erläutert uns seine Tattoo-Philosophie, die teils überrascht, teils aber auch sehr gut nachvollziehbar ist.

„Ich möchte das Tätowieren mit meinen Kunden förmlich  zelebrieren, ein echtes Werk schaffen“ so Zoltán begeistert. Er – als künstlerischer Freigeist – ist immer sehr erfreut, wenn der Kunde ihm seinen gestalterischen Freiraum lässt und Zoltán sich nicht auf eine Größe, beispielsweise eines Bierdeckels, beschränken muss. 

„Traurigerweise lässt sich die Gesellschaft zu leicht durch Stars, Filme und den damit oftmals verbundnen Trends beeinflussen. Dabei sollte doch jede Person ihren eigenen und persönlichen Stil finden, um diesen dann zum Vorschein zu bringen“, so Zoltán kritisch weiter.

Generell jedoch ist Zoltán ein Typ, der die Herausforderung sucht und liebt. Nichts spornt ihn mehr an, wenn der Kunde eine schwierige Aufgabe für ihn hat und auch mal der „Herr Baronfeind“ ins Schwitzen kommt... Aber nichts desto trotz packt ihn gerade da die grenzenlose Leidenschaft der Tätowierkunst und sprüht nur so vor Ideen. 

Die Ergebnisse sprechen eine eigene Sprache, die Sprache von Zoltán. Sie sind mit einer künstlerischen Finesse kreiert worden und bewahren für das restliche Leben ihren ganz eigenen, persönlichen Stil.

Was erwartet den Tattoo-Interessierten in diesem Jahr noch in Paderborn? Da gibt es eine kleine Sensation!

Takami Horikawa aus Japan wird nach dem Tattooconvention in Berlin bei Mammut Tattoo als Gasttaetowierer tätig sein - und zwar vom 6. bis 18.12. 2010.

Es ist einmalig in der Geschichte in ganz OWL, dass ein japanische Tätowierer seine Künste bei uns anbietet. Näheres über Takami findet man auf der Homepage unter „NEWS“. www.mammut-tattoo.de

 

Vita

Zoltans erste Berührung mit der Kunst erfolgte bereits in der Grundschule. Später lernte er auf der Schifffahrttechnikum den Lehrer Pál Szókontor kennen, der schnell erkannte, dass Zoltan ein talentierter junger Künstler ist.  Er bot ihm an, sich in dieser Richtung weiterzubilden.

Nach der Wende ging Zoltan nach Deutschland. Dort erhielt er von seinem alten Freund ein erstes Angebot, sein erstes legales Tattoostudio zu betreiben. Anfang 1993 war dann die Geburtsstunde des ersten Mammut Tattoo-Studios in Bielefeld.

Von 1994 bis 2000 bereiste er hunderte von Tattoo-Conventions überall in Europa, um zu lernen, zu lernen und abermals zu lernen.

Im Jahr 2000 schliesslich eröffnete er in Paderborn das zweite Mammut Tattoo-Studio, 2003 das dritte in Budapest. In dieser Zeit hat Zoltan 20 junge Talente ausgebildet und ihnen die Tore als zukünftige Tätowierer geöffnet.

Sein Spezialität: Traditionelle Tätowierungen aller Art 

(sticht er auch am liebsten).

Rebecca Hammer alias BECKS im Interview

Paderborn, Deutschland und die Welt...

 

Das war ein Telefoninterview der ganz besonderen Art! HochGLANZ freut sich außerordentlich, die berühmte Fotografin Rebecca Hammer nicht nur im Gespräch, sondern auch als Urheberin des aktuellen HochGLANZ-Titels präsentieren zu dürfen! Hier spricht die Rock-Star-Fotografin offen über Familie, Musik und das Leben.

HochGLANZ: Mit welchem Wort (oder Musikstück) würden Sie sich beschreiben?

BECKS: „Lust for Life“ oder „Real Wild Child“ (lacht). Warum fallen mir spontan gleich zwei Iggy-Pop-Stücke ein??

HochGLANZ: Wer oder was hat im Laufe ihres Lebens eine besonders große Rolle gespielt?

BECKS: Musik, Musik, Musik! Punkrock, Metal, Rockabilly, Nothern Soul – es gibt so viel gute Musik!

Ich bin ein bekennender Musik-Junkie. Ohne Musik geht gar nichts. Und natürlich spielt meine Familie auch eine sehr große Rolle in meinem Leben. Ich bin ein Familienmensch.

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der ich von klein auf suggeriert bekommen habe, dass Familie und Zusammenhalt eins der wichtigsten Dinge sind.

HochGLANZ: Haben Sie ein Lebensmotto?

BECKS: Stay Wild!

Um der Frage, was es bedeutet vorwegzugreifen:…Es bedeutet für mich, daß es drauf ankommt, was man aus einer Sache macht. Niemals seine Wurzeln vergisst. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder, einen Hund und ein Haus mit riesen Garten – hört sich total spießbürgerlich an.  Aber das ist nur auf den ersten Blick so. Ich gebe nicht meinen Lifestyle auf, nur um mich den Erwartungen der Gesellschaft anzupassen.

In all meinen Fotos spiegelt sich dieses Motto, dieser Grundgedanke wider.

Selbst bei Auftragsarbeiten versuche ich alles von mir reinzulegen und nicht bloß einen „Money Job“ zu verrichten.

HochGLANZ: Was macht ihre Fotografie so einmalig, so besonders?

BECKS: Ich bin immer auf der Suche nach dem perfekten Moment.

Des öfteren habe ich aber auch schon gehört, dass meine Fotos oftmals eine unglaubliche, fast intime Nähe ausstrahlen. Oder dass man fast den Schweiß der Musiker riechen kann…(lacht).

HochGLANZ: Wie erleben sie als gebürtige Hessin die kleinste Großstadt Paderborn?

BECKS: Ähm,…ich muss gestehen, ich war noch nie dort! Bisher sind die Musiker, die ich aus Paderborn fotografiert habe, zu mir gekommen... (lacht) Vielleicht bekomme ich ja mal eine Einladung nach Paderborn inklusive Stadtführung...

HochGLANZ: Ganz bestimmt sogar!

HochGLANZ: Was haben sie sich weiterhin für die Zukunft vorgestellt, wo soll es hingehen, was soll sich ändern?

BECKS: Zukunft,…momentan läuft alles recht gut. So darf es gerne weiter gehen. 

Wo soll es hingehen…gute Frage. 

Ich glaube ich lasse mich treiben und harre voller Erwartung der Dinge die kommen.

Stellen Sie sich vor, Sie dürften einen Tag lang jemanden wieder zum Leben erwecken um sich mit ihm zu unterhalten, wer wäre das?

BECKS: The one and only Mister Johnny Cash. Er ist einer der großartigsten Musiker überhaupt für mich. 

Außerdem hatte er ein sehr bewegtes Leben mit vielen Höhen und Tiefen. Und ich würde einiges dafür geben, mir die eine oder andere Story anhören zu dürfen.

HochGLANZ: Vielen Dank!

Weitere Infos:  www.beckstage.biz