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Editorial und Vorwort
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Seit Jahren schon ist die nördliche Königstraße zwischen Marienstraße und Kisau aufgrund von Baumaßnahmen eine eher unattraktive „abgehängte Straße“. Die ansässigen Gewerbetreibenden, Eigentümer wie aber auch Vertreter der Stadt und Politik sahen daher dringenden Planungs- und Handlungsbedarf. 

 

Nun können erste Ergebnisse präsentiert werden: Ab Montag, den 3. Mai, wird die nördliche Königstraße zur Fußgängerzone. Und die Planungen seitens der Anlieger gehen noch weiter, denn am Samstag, 29. Mai findet das erste Straßenfest mit viel Unterhaltung für Jung und Alt in der Königstraße statt. Befördert wurde die Diskussion zur Umwandlung in eine Fußgängerzone durch Maßnahmen zur Stärkung des Einzelhandels in der Innenstadt (Einzelhandels- und Zentrenkonzept für Paderborn) sowie die Diskussionen um die Neugestaltung des Königsplatzes, den Bereich „Am Abdinghof“ und der „Marienstraße“. 

Für die Aufwertung dieses zentralen und historischen Kernbereichs war eine funktionale, verkehrstechnische und architektonische Gesamtplanung erforderlich.

Für die Anlieger der nördlichen Königstraße hat sich die Attraktivität und Wahrnehmung ihrer Straße seit dem Bau des Königsplatzes Anfang der 70er-Jahre erheblich verschlechtert. Von der Haupteinkaufsstraße Paderborns bis in die 20er-Jahre über eine traditionelle Verkehrs- und Geschäftsstraße bis 1945 wandelte sich die nördliche Königstraße in eine abgehängte Nebenstraße. 

Im Zusammenhang mit der Erörterung des Einzelhandels und des Zentrenkonzepts zur Verstärkung des Einzelhandels in der Innenstadt entstand vor kurzem eine politische Willensbildung zur Aufwertung der nördlichen Königstraße. Deren Ziel ist es, die Straße an den Königsplatz und dem Bereich Neuhäuser Tor / Mühlenstraße komfortabel und gefälliger anzubinden.

Als „Königsweg“ zur Verbesserung der Situation wird die verkehrsberuhigte Zone nun in eine Fußgängerzone umgewandelt. Wie die Erfahrung aus anderen Städten lehrt (Bielefeld, Osnabrück, Oldenburg, Göttingen, etc.), kommt es hierdurch regelmäßig zu einer Belebung des Quartiers. Dies mit der Folge, dass bestehende Geschäfte sich entwickeln und es zur Ansiedlung weiterer Geschäfte kommt. Mit einer auch optisch / architektonisch verbesserten Straßengestaltung werden Passanten zum Flanieren und Verweilen animiert. Hierdurch „funktioniert“ die nördliche Königstraße als organische Verlängerung von und zur Innenstadt.

Besonders erfreulich ist, dass sich der erforderliche Aufwand in Grenzen hält.

Die bisherige Gestaltung und Pflasterung lässt den Aufwand zur Umwandlung in eine Fußgängerzone gering erscheinen. Zwar entfallen ca. 21 Anliegerparkplätze, alternative Parkmöglichkeiten gibt es jedoch in den angrenzenden Parkhäusern, etwa am Neuhäuser Tor oder in der Tiefgarage Königsplatz.

Die gewonnenen Freiflächen können zur attraktiveren Gestaltung und Nutzung der Straße herangezogen werden. Dies kann etwa durch teilweise Begrünung geschehen.

Die Gestaltung als Fußgängerzone steigert für die Anlieger die Wohnqualität. Sie verschafft inhabergeführten Geschäften eine attraktive Lage und lädt Passanten zum Flanieren und Verweilen oder auch nur als alternative Zuwegung zur Innenstadt oder zu den Parkplätzen/Parkhäusern ein. 

 

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe:

"Ich finde gut, dass die Königstraße eine Fußgängerzone wird, weil..."